Die Bienen (Apiformes) sind Hautflügler (Hymenoptera)

Honig ist ein von Honigbienen aus dem Nektar von Blüten oder Honigtau
erzeugtes Lebensmittel. Bienen lagern den Honig zur Nahrungsvorsorge in den
Waben ihres Bienenstockes.
Das deutsche Wort Honig stammt von einem alten indogermanischen Begriff ab, der
ihn der Farbe nach als den „goldfarbenen" bezeichnet. Im Althochdeutschen hieß
er honag nebst Varianten. In den germanischen Sprachen gibt es verwandte Namen,
z.B. englisch: honey, schwedisch: honung, dänisch: honning, niederländisch:
honing. In anderen indogermanischen Sprachen finden sich die Entsprechungen
zweier anderer Namen. Das ist einerseits Sanskrit madhu „Honig“, „Met“,
litauisch medus „Honig“, tocharisch B mit „Honig“. Hierher gehört auch die
deutsche Bezeichnung des Honigweins Met.
Honige verschiedener botanischer Herkunft unterscheiden sich nicht nur in
Geschmack, Geruch und Farbe voneinander. Auch das Spektrum an Wirkstoffen ist
für jede Nektar oder Honigtau erzeugende Pflanze typisch. Ist der Honig mit
einer botanischen Herkunftsangabe versehen, so muss der Honig überwiegend, das
heißt zu mehr als 50 %, der beschriebenen Quelle entstammen. Dies wird u. a.
über Geschmack, Pollengehalt (Melissopalynologie) und elektrische Leitfähigkeit
bestimmt. Um solche typischen Honige zu gewinnen, ist es meist notwendig, die
Bienenvölker zu entsprechenden Standorten zu transportieren. vgl. Wandern
(Bienen).
Blütenhonige Die Gewöhnliche Robinie liefert den sogenannten "Akazienhonig"
Blütenhonig wird der Honig aus dem Blütennektar von Pflanzen genannt - im
Gegensatz zum Honig aus Honigtau (s. weiter unten). Die meisten Blütenhonige
kristallisieren nach ein bis sechs Wochen. Eine Ausnahme bildet z. B.
Akazienhonig, der oft zwölf Monate flüssig bleibt. Durch intensives Rühren
während der Kristallisationsphase kann der Zustand des Honigs beeinflusst
werden. Dabei werden die sich bildenden Zuckerkristalle mechanisch zerkleinert
und es entsteht ein feincremiger, weicher Honig. Man spricht hier auch von einer
feinsteifen Konsistenz.
Im Folgenden werden hauptsächlich die im deutschsprachigen Raum vorkommenden
Sorten beschrieben. Dabei entspricht die Bezeichnung den Vorschriften für dieses
Lebensmittel (Honigverordnung):
* Blütenhonig - von verschiedenen Trachtpflanzen
Blütenhonig ist die allgemeine Sortenbezeichnung für einen Honig, der nicht
überwiegend von einer Trachtpflanze stammt. In Süddeutschland wird z.B. häufig
ein Honig aus der Tracht von Obstblüte und dem gleichzeitig vorkommenden
Löwenzahn als Blütenhonig bezeichnet. Dieser Blütenhonig hat eine hellgelbe
Farbe und einen relativ milden Geschmack.
* Rapshonig - vom Raps (Rapsfelder)
Rapshonig ist ein cremiger oder auch fester Honig. Farbe weiß bis elfenbein.
Charakteristisches mildes Aroma.
* Akazienhonig - von Wäldern der Scheinakazie
wird in Deutschland von Robinienwäldern (falsche Akazie, Robinia pseudoacacia
L.)) geerntet. Sehr milder, lieblicher Geschmack. Sehr gut zum Süßen von Tee
geeignet. Bleibt extrem lange flüssig. Helle (wässrige) bis goldgelbe Farbe.
* Löwenzahnhonig - von blühenden Löwenzahnwiesen im Frühjahr
kann nur von Standorten geerntet werden, an denen zur gleichen Zeit nicht Raps
oder Obstbäume blühen. Sehr kräftiger, aromatischer, recht süßer Geschmack.
Typische gelbe Farbe.
* Phaceliahonig - von der Phacelia
ist, bedingt durch die Zunahme von Stilllegungsflächen in der Landwirtschaft,
seit einigen Jahren als Sortenhonig verfügbar. Mildes, aber typisches Aroma.
Hellbeige bis weiße Farbe, oft glasig.
* Sonnenblumenhonig - von Sonnenblumenfeldern
Charakteristischer, kräftiger Geschmack. Riecht etwas harzig. Typische hellgelbe
bis orange-gelbe Farbe.
* Heidehonig - aus Heidegebieten kräftiges Aroma. Typisch ist die körnige
Konsistenz für den Heidehonig.
* Lindenhonig - von Lindenbäumen
Extrem süßer, typisch fruchtiger Geschmack. Grünlich-weiße, manchmal auch
gelbliche Farbe.
* Kleehonig - von Weißkleefeldern
Sehr dünne Konsistenz. Milder Geschmack. Farbe weiß bis elfenbein.
* Edelkastanienhonig - aus Maronenwäldern
Sehr kräftiger, herber, im Nachgeschmack etwas bitterer Honig. Typischer
Standort in Deutschland ist der Pfälzer Wald, der zu großen Teilen mit
Edelkastanien bestanden ist. Der Nektar wird dabei nur zum Teil aus den Blüten
gesammelt, andernteils stammt er aus den Blattachseln (extraflorale Nektarien).
Der Honig hat eine rotbraune Farbe und bleibt einige Monate flüssig.
* Buchweizenhonig - vom Echten Buchweizen
Sehr kräftiges, rübensirupartiges Aroma. Farbe für einen Blütenhonig
ungewöhnlich dunkel
Bienen zum beispiel werden in Anhängern von
Traktoren oder Lkw zu den Rapsfeldern
gebracht um dort Honig und Blütenpollen zu sammeln
Quelle: Wikipedia.org
HONIGKERZEN sind ein alter Begriff für traditionell hergestellte Kerzen in Handarbeit aus der Imkerei.
